Warum Forschung in der Allgemeinen Inneren Medizin?

Die Allgemeine Innere Medizin (AIM) umfasst ein enorm breites Spektrum von Krankheiten, wie sie sowohl in der Hausarztmedizin als auch im Spital anzutreffen sind. Diese Krankheiten in einem Umfeld von niedriger Prävalenz zu erkennen, ist eine Kernkompetenz der Fachärztinnen und Fachärzte für AIM, die häufig als Generalisten bezeichnet werden. Sie sind im Gesundheitswesen die erste Ansprechperson für die Patientinnen und Patienten, allem voran in der Rolle als Hausärztinnen und Hausärzte. Im Spital koordinieren sie dagegen als "Spitalinternisten" vor allem die Betreuung der komplexen Fälle, also von Menschen, die an mehreren chronischen Krankheiten leiden und entsprechend viele Medikamente und Therapien benötigen. Die Behandlung durch den Hausarzt oder Spitalinternisten ist typischerweise patientenzentriert und langfristig ausgerichtet.

Medizinische Grundversorgung
Diese medizinische Grundversorgung ist eine wissenschaftliche und universitäre Disziplin mit spezifischen Inhalten in Lehre und Forschung. Gerade die Forschung ist besonders wichtig. So steigert die Akademisierung die Beliebtheit bei der jungen Generation, den Facharzttitel AIM zu erwerben. Zusätzlich ist die Forschung unabdingbar, um gängige Behandlungskonzepte auf die breite Bevölkerung übertragen zu können. Studien werden noch immer unter Ausschluss der älteren und multimorbiden Patienten durchgeführt, was die wissenschaftliche Grundlage untergräbt, die gesamte Bevölkerung optimal und vor allem evidenzbasiert zu versorgen.

Patientenzentrierte Forschung
Der Trend hat sich aber gewendet, und so entstehen weltweit immer mehr Forschungsgruppen, die sich der patientenzentrierten Forschung im Bereich Primary Care verschrieben haben. Ob nun in der Hausarztpraxis oder im Spital – es ergeben sich immer wieder Fragen, welche die Forschung bislang nicht ausreichend beantwortet hat. Braucht mein Patient mit 85 Jahren noch diese oder jene Therapie? Wie orientiere ich mich bei all den Guidelines, welche sich auf einzelne Krankheiten, aber nicht auf multimorbide Patienten beziehen? Welche Behandlung bringt meiner Patientin einen individuellen Mehrwert und nicht nur einen statistisch signifikanten Unterschied?

Schweizer Arbeiten, die mit dem SGAIM-Preis ausgezeichnet wurden, werden auf der SGAIM-Website gesammelt und geben einen Einblick in die Forschung im Bereich der AIM. Die SGAIM ermutigt auch die Forscher, sich auf dem Gebiet der Inneren Medizin zu betätigen und offeriert verschiedene finanzielle Quellen, nebst der bekannten SNF-Förderungen.  Weitere sehr interessante wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Inneren Medizin sind auch durch die American College of Physicians gewürdigt. Ähnliche und weitere Optionen werden durch das American College of Physicians annonciert (einige der Grants sind nicht nur auf Amerika begrenzt).


Genderneutrale Sprache
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in den Texten teilweise nur die männliche Form verwendet. Die Formulierungen beziehen sich jedoch auf Angehörige aller Geschlechter.


Trägerschaft

jhas swiss-young-internists SGAIM - Schweizerische Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin BEKAG - Aerztegesellschaft des Kantons Bern

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